Öffnungszeiten:9.5.2010 bis 26.10.2010
Sonntag und Feiertag jeweils von 10
bis 18 Uhr
Heft 1
Zwischenwelt: die Steiermark vor 1000 Jahren
Katalog zur Ausstellung auf Schloss Aichberg 1996
Euro 10.-
Heft 2
Schloss Aichberg
Ein geschichtlicher Überblick
von: Cajetan Gril (2005)
(vergriffen, 2. Auflage in Vorbereitung)
Heft 3
Erinnerung an die Erinnerung
Recollection Recovered
Photos von Georg Philipp Pezold (2006)
Euro 20.-.
Heft 4
Auf verlorenem Posten
die Benefiziaten von Eichberg
von: Johanna Ecker (2007)
Euro 10.-
Heft 5
Grabhügel und Stele in Lebing
Ein historischer Abriss und der Entwurf zur Behausung derselben.
von: Susanne Tiefengrabner (2007)
Euro 5.-
Heft 6
Leichen im Keller
Anmerkungen zur Loretto-Kapelle von Schloss Aichberg
von: Johanna Ecker (2008)
Euro 10.-
Heft 7
Die Zeit der Feste
Im nazionalsozialistischen Kreis Hartberg
von: Wolfgang Brossmann (2009)
Euro 27.-
Heft 8
Dusan Minovski
Eine komplizierte Geschichte
Neue Malereien (2010)
Euro 10.-
SCHLOSS AICHBERG |
|
||||
|
|
8234 Rohrbach an der Lafnitz (Oststeiermark) WEGBESCHREIBUNG
ÖFFNUNGSZEITEN
9.5.2010 bis 26.10.2010Sonntag und Feiertag, 10 bis 18 Uhr Schloss Aichberg, 8234 Rohrbach/Lafnitz |

+++
+++
+++
+++
Alle Fotos: Stuhlhofer/Wolf
©
Die Geschichte des Gebietes um Eichberg beginnt nicht erst im Zuge der Landnahme und Rodungstätigkeit durch bayrische und fränkische Kolonisten am Ende des 12. Jahrhunderts. Hier im Grenzbereich siedelten bereits in früherer Zeit Kelten, Römer, Slawen und Awaren.
Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Ungarn wurde um 1043 die Grenze zwischen dem Hl. Römischen Reich und Ungarn an der Lafnitz festgelegt. In diesem durch die Grenzsituation siedlungsarmen Gebiet wird zu Ende des 12. Jahrhunderts mit der Errichtung eines Burgengürtels gegen kriegerische Einfälle aus dem Osten begonnen. Ein landesfürstlicher Gefolgsmann übernimmt die bereits bestehende Siedlung mit Motte und baut diese aus. 1250 wird erstmals ein Aichberger urkundlich erwähnt: Konrad von Aichberg, der vermutlich auch Kleinschlag gegründet hat, das nach ihm benannt ist. (Khuenschlag = Schlag oder Rodung des Kuono/Konrad).
Die ritterliche Familie der Aichberger ist bis in das späte 14. Jahrhundert hier ansässig, unter Wulfing von Aichberg wird 1378 die Schlosskapelle aus Stein erbaut, die heutige Pfarrkirche. Anfang des 15. Jahrhunderts kommt Aichberg von der Tochter des letzten Aichberger in den Besitz der Welzer, die es 1412 an Seyfried Steinpeiß verkaufen. Im Jahr darauf kauft Steinpeiß auch noch die Zehente in Pinka, Friedberg, Dechantskirchen, Stegersbach, Kleinschlag, Limbach, Rohrbach und zwischen Lafnitz und Lungitz.
Für die nächsten 350 Jahre (bis 1772) sollte Aichberg Stammsitz der ritterlichen Familie der Steinpeiß sein. Diese Zeit ist geprägt durch:
Nach dem Tod des letzten Steinpeiß 1772, Karl Joseph Graf von Steinpeiß, geht die Herrschaft per Testament an dessen Vetter, Maximilian Freiherrn von Waidmannsdorf.
Was folgt, ist ein rascher Besitzerwechsel und der Niedergang des Schlosses und der Herrschaft. Zuerst verkauft Maximilian Freiherr von Waidmannsdorf 1779 an den Gewerken Johann Edmund Edlen von Erko. Dieser wohnte nicht mehr in Aichberg.
Dessen Nachkommen verpachten 1806 die total verschuldete Herrschaft und müssen sie 1817 schließlich in einer Lotterie mit dem Loseinsatz von 15 Gulden (heute rund 300,-- öS) ausspielen. Der Prager Papierhändler Donat Hartmann gewinnt und verkauft die Herrschaft gleich an den Rittmeister Ludwig Graf von Schönfeld um 200.000 Gulden (bei einem Schätzwert von 368.328 Gulden) weiter. Dieser Graf von Schönfeld erwirbt auch noch die Herrschaft Reitenau dazu, stirbt jedoch bald darauf bei einem Reitunfall 1828.
Drei Jahre danach wird die verschuldete Herrschaft versteigert, die der Staatrat Heinrich von Müller-Hörnstein, ein reich gewordener Armeelieferant als einziger Bieter für Aichberg und Reitenau ersteigert. Nach seinem Tod verkaufen die Erben 1843 an Marianne Freiin von Eskeles, Tochter des Bankiers Eskeles und spätere Frau des Franz Graf von Wimpffen. Damit kam die Herrschaft für die nächsten 100 Jahre in den Besitz der Grafen von Wimpffen.
Unter den Wimpfen kam es:
1953 kaufte die Gemeinde Kleinschlag den Rest der Herrschaft Eichberg (Burg und einige Gebäude). 1986 kommt das Haus an Cajetan Gril und wird renoviert.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |